Silvaner
Auf 22% der Rebfläche wird im Bürgerspital der Silvaner kultiviert. Er ist damit nach dem Riesling unsere wichtigste Rebsorte.

Abstammung
Aus Wildreben ausgelesen und über Jahrhunderte selektiv weitervermehrt, nach Regner eine natürliche Kombination aus Traminer x Österreichisch Weiss

Herkunft
Es wird angenommen, dass die Sorte aus Wildreben an der Donau ausgelesen wurde und der Name Silvaner von Transsylvanien (Siebenbürgen) kommt. Historisch belegt sind die Jahre 1659 und 1665, in denen Abt Alberich Degen von der Zisterzienserabtei Ebrach Setzreben dieser Sorte in Franken einführte. In der Pfalz wurde sie Österreicher oder Frankenriesling genannt. Als ertragssichere Sorte war sie 1950 die wichtigste Rebsorte in Deutschland.

Beschreibung/Beurteilung der Weine
Die Weine des Silvaners sind füllig, stoffig, mit einer Blume (Bukett) von vielen zarten Nuancen. Auf Muschelkalk- und Keuperböden können bei ausreichenden Niederschlägen sehr fruchtige Silvanerweine gewonnen werden. Auf schweren Böden präsentieren sich die Silvanerweine wuchtig. In sehr guten Jahren werden die Weine auch alkoholreich und schwer, so dass sie "den Mund tapezieren".

Empfehlungen zur Lagerung, Essen, etc.
Silvanerweine passen zu Fisch und weißem Fleisch und unterstützen durch ihre neutrale Art den Geschmack der Speisen. Sie sind wegen der ausgeglichenen Säure bekömmlich und rund. Edelsüße Auslesen sind als Aperitif oder zum Dessert zu empfehlen. Die Lagerdauer ist mittel-, bei volumenstarken oder edelsüßen Weinen auch längerfristig möglich.