Riesling
Auf 28% der Rebfläche wird im Bürgerspital der Riesling kultiviert. Er ist damit unsere wichtigste Rebsorte.

Abstammung
Nach Regner aus einer Kombination der Rebsortengruppen Fränkisch x Heunisch entstanden

Herkunft
Nach den Eigenschaften und dem frühen Vorkommen vermutlich aus Wildreben am Oberrhein ausgelesen. Früheste Nennung für Wurzelreben 1435 in Rüsselsheim, 1464/65 Mosel, 1477 Elsaß und 1490 in Worms. Nach 1500 ist der Riesling allgemein verbreitet und gehörte zu den empfohlenen Sorten aller Landesherrn an Rhein und Mosel. Die Herkunft des Namens stammt evtl. von der Neigung zur Verrieselung.

Beschreibung/Beurteilung der Weine
Kennzeichen der Rieslingweine ist ihre feine Rasse und Eleganz und ihr unübertreffliches, an Pfirsiche und Aprikosen erinnerndes Bukett. Nicht ein hoher Alkohohlgehalt begründet den Ruhm des Rieslings, sondern die feine, rassige und fruchtige Art. Diese Merkmale werden durch späte Reife und späte Lese ausgelöst. Der Weinfreund bevorzugt an trockenen und feinherben Rieslingweinen die herrliche Fruchtsäure. Sie gibt den Weinen Frische, Rasse und den Geschmack nach einer ganzen Schale voll edler Früchte, der häufig ganz zart an bittere Mandeln erinnert. Mit der Alterung entwickelt sich die so genannte "Petrolnote".

Empfehlungen zur Lagerung, Essen, etc.
Rieslingweine sind lange haltbar. Je nach Jahrgang und Lage zu leichten Speisen bzw. Fisch passend. Trockene Spätlesen und ältere Weine auch zu kräftigeren Speisen und edelsüß als Aperitif oder zu Desserts. Hochgradige Beeren- und Trockenbeerenauslesen sind wegen ihrer langen Lagerfähigkeit als Jubiläumsweine sehr geschätzt.