... gepflegt leben.

Bürgerspital startet Präventionsprogramm

Bayernweites Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“ ist im Bürgerspital gestartet

 

Mit unseren drei Seniorenheimen sind wir der erste Träger, der an einem neuen Präventionsprogramm des Blindeninstituts Würzburg und der Pflegekassen in Bayern teilnimmt. Ziel der Vorsorgemaßnahmen ist es, sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Beschäftigten in vollstationären Pflegeeinrichtungen ein Bewusstsein für die Bedeutung von gutem Sehen im Alter zu schaffen.

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Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind besonders gefährdet, aufgrund einer Augenerkrankung blind oder sehbehindert zu werden. Wie eine Studie der Blindeninstitutsstiftung und der Universitäts-Augenklinik Würzburg gezeigt hat, kann aber das Sehvermögen vieler Senioren durch regelmäßige Augenuntersuchungen und eine entsprechende Ausstattung der Pflegeeinrichtungen durchaus verbessert werden. Momentan mangelt es an einer flächendeckenden mobilen Versorgung durch Augenärzte und Augenoptiker. Zudem sind Beschäftigte in Senioreneinrichtungen oftmals unzureichend auf die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Senioren eingestellt.

Deshalb führt das Blindeninstitut Würzburg in Kooperation mit den beteiligten Pflegekassen ein Präventionsprogramm für gutes Sehen in vollstationären Pflegeeinrichtungen in ganz Bayern durch. „Mit dem Präventionsprogramm richten wir uns in erster Linie an sehbeeinträchtigte Bewohnerinnen und Bewohner, um sie in ihrer Alltagskompetenz zu stärken“, erläutert Dr. Marco Bambach, Vorstand der Blindeninstitutsstiftung. „Sie erhalten eine orthoptische Sehüberprüfung, werden ausführlich beraten und können Sehhilfen und Hilfsmittel ausprobieren.“

Zunächst überprüfte das Präventionsteam vom Blindeninstitut das Sehvermögen von Bewohnern eines Wohnbereiches im Seniorenheim St. Maria. In den nächsten Wochen folgten die Einrichtungen Ehehaltenhaus/St. Nikolaus und Hueberspflege. „Wir freuen uns, dass wir mit unseren Seniorenheimen in Würzburg bayernweit die ersten sind, die am Präventionsprogramm teilnehmen“, sagte Annette Noffz, Leitende Direktorin der Stiftung Bürgerspital zum Hl. Geist. „Denn damit können wir unseren Bewohnern zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt die kompetente Unterstützung durch das Blindeninstitut zukommen lassen.“ Elisabeth Ptok, Abteilungsleiterin der Senioreneinrichtungen des Bürgerspitals, ist überzeugt davon, dass die Aktion für alle Beteiligten einen großen Gewinn darstellt: „Sowohl die Bewohner als auch unsere Mitarbeiter werden noch mehr Verständnis und Ideen für neue, kreative Formen der aktivierenden Pflege entwickeln.“ 

Um Vorsorgemaßnahmen im Bereich Sehen dauerhaft in den teilnehmenden Senioreneinrichtungen zu verankern, richtet sich das Programm nicht nur an die Bewohner und deren Angehörige, sondern auch an die Leitungsverantwortlichen und die Fach- und Pflegekräfte. Mithilfe von Mitarbeiterfortbildungen, einer Begehung im Hinblick auf Barrierefreiheit und einer ausführlichen Beratung soll die Entwicklung hin zu einer „sehgerechten“ Einrichtung angestoßen werden.

„Gutes Sehvermögen ist wichtig, um auch im Alter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und möglichst lange mobil zu bleiben“, betont Alexander Starz, Bereichsleiter bei der AOK Bayern als Vertreter der beteiligten Pflegekassen. „Als erstes kassenübergreifendes Präventionsprojekt dieser Art unterstützen wir daher das Projekt ,Gutes Sehen‘“, so Starz. Die Teilnahme ist sowohl für die Bewohner als auch für die Pflegeeinrichtungen kostenfrei.

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