Weiterbildung "Palliative Care" für Pflegekräfte

Das Kuratorium der Vida Digna entschied 2014 mit einem ersten Projekt im Seniorenheim Hueberspflege zu starten. Ziel war es, die Lebensqualität von Menschen mit schwerer Pflegebedürftigkeit zu verbessern.

Bedarf an palliativer Versorgung

Die Bewohnerinnen und Bewohner haben einen Altersdurchschnitt von ca. 86 Jahren und einen hohen Pflegebedarf, was sich u. a. an der Einstufung in die Pflegegrade zwischen 3 bis 5 ablesen lässt. Damit entsprechen die Bewohner der Hueberspflege genau den hilfsbedürftigen Menschen welche die Vida Digna unterstützen möchte.

Viele der Bewohnerinnen und Bewohner können sich in der letzten Lebensphase nicht mehr eindeutig artikulieren und haben zudem oft keine Angehörigen oder ihnen sonst nahestehenden Personen mehr. Damit deren Situation gestaltet und verbessert werden kann, werden sowohl für die Pflegedienstleiterin sowie zwei Pflegefachkräfte der Einrichtung die Weiterbildung im Bereich der "Palliative Care" ermöglicht. Die daraus gewonnenen Kenntnisse sollen gemeinsam mit den anderen Kolleginnen und Kollegen der Hueberspflege zum Wohle der Bewohner umgesetzt werden.

Erfolgreicher Abschluss

Die Kuratoriumsmitglieder der Treuhandstiftung trafen sich im Herbst 2016 zu einem regen Austausch mit den drei frisch geschulten Pflegefachkräften Inge Schleßmann, Regine Zelch und Aranka Greff im Seniorenheim Hueberspflege. Die Mitarbeiterinnen berichteten über die Inhalte der umfangreichen Fortbildung, deren Schwerpunkte sowohl die Pflege von Schwerkranken betraf, aber ebenso wichtige Aspekte wie Kommunikation und Ethik berücksichtigte. Sie fühlen sich für ihre Arbeit gestärkt und werden das neu gewonnene Wissen gerne an Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

Beeindruckt von den Schilderungen der drei Damen, fühlt sich das Stifterehepaar in der Entscheidung bestätigt, dass diese Fortbildungsmaßnahme im Bereich "Palliative Care" umgesetzt wurde.
Die Leiterin der Senioreneinrichtungen, Elisabeth Richter, die ebenfalls an der Gesprächsrunde teilnahm, wies auf die Wichtigkeit eines ganzheitlichen Betreuungskonzeptes in Senioreneinrichtungen hin. Sie strebt an, auch dem Pflegepersonal der anderen Häuser des Bürgerspitals ein entsprechendes Wissen zukommen zu lassen.
Ein großer Dank geht an das Kuratorium der Stiftung Vida Digna, aber auch an die Mitarbeiterinnen, die sich zusätzlich Zeit für die Weiterbildung genommen haben.

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   Das Stifterehepaar Doris Jäger-Herleth und Rainer Herleth mit den Pflegefachkräften
   Regine Zelch, Inge Schleßmann und Aranka Greff
 

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   von links: Rainer Herleth, Regine Zelch, Inge Schleßmann, Doris Jäger-Herleth,
   Annette Noffz, Aranka Greff, Markus Krappitz