Herzenswünsche die gut tun und Freude bereiten

Mit dieser Idee wendet sich die Treuhandstiftung Vida Digna an pflegebedürftige Senioren, die auf Dauer in den Einrichtungen des Bürgerspitals ein neues Zuhause gefunden haben. In dieser Lebenssituation müssen die Menschen in der Regel mit Einschränkungen leben, die spezielle persönliche Bedürfnisse ohne fremde Hilfe in unerreichbare Ferne rücken. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Wünsche wahr werden.

Dafür steht dieses Zeichen:
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Das Angebot richtet sich an alle Pflegeeinrichtungen des Bürgerspitals.Dabei spricht Vida Digna vorrangig die Zielgruppe der Personen an, die auf sich allein gestellt sind, auf wenig familiäre Beziehungen zurückgreifen können und nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Gerade ihre Bedürfnisse sind uns ein großes Anliegen für die wir besonders offen sind.

Die ganz persönlichen Wünsche unserer Heimbewohner
In der Regel erreichen uns entsprechende Anfragen über die EinrichtungsleiterInnen der  Seniorenheime, die mit den Bewohnern täglich in Kontakt stehen. In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem zusätzlichen ehrenamtlichen Engagement von Helfern lässt sich nach den bisherigen Erfahrungen immer eine Lösung finden, um den betroffenen Menschen ihre ganz persönlichen Wünsche zu erfüllen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über einige Wünscherfüllungen:

Ein nasses Vergnügen - ein Besuch im Schwimmbad
In den vielen Gesprächen mit dem freundlichen Senioren erfuhren die Pflegekräfte, dass er früher sehr gerne geschwommen sei und es wunderbar fände, wieder einmal im Wasser zu „plantschen“. Sein gesundheitlicher Zustand erlaubte einen Schwimmbadbesuch, allerdings nur mit Unterstützung und zusätzlichem Einsatz von Pflegepersonal.
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Die Zusage des Kuratoriums für die Finanzierung des Vorhabens erfolgte in kürzester Zeit und so konnte der Badeausflug in die Tat umgesetzt werden. Bestens versorgt von zwei Pflegefachkräften und dem Sohn des 84-jährigen besuchte die kleine Gruppe für einige Stunden das Schwimmbad Sandermare.
Unser Bewohner war überglücklich und hat die Bewegung im Wasser sehr genossen.
Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass der Ausflug zu einem rundum gelungenen Erlebnis wurde


Besuch beim "kleinen Prinzen"
Wer eine Theatervorstellung nicht mehr aus eigener Kraft besuchen kann, kann an diesen Formen des kulturellen Lebens kaum noch teilhaben. Im  Theater Chambinzky hat man das erkannt. Unsere Heimbewohner freuen sich, wenn Ihnen immer wieder großzügig Eintrittskarten zur Verfügung gestellt werden. Die stoßen auf großes Interesse.  So stand im Juli/August 2019 das Kunstmärchen "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry auf dem Programm. Gleich für zwei Sonntagstermine ging die Einladung an die Senioren aus dem Haus St. Maria. Dank ehrnamtlicher Begleitung konnte jeweils eine kleine Gruppe von Bewohnern an beiden Vorstellungen ins Chambinzky kommen.
In diesem Fall war nicht nur die Begeisterung über das Stück selbst groß, sondern alle waren sichtlich emotional berührt.

Wenn der Berg ruft
Wer kennt ihn nicht, Frankens "Heiligen Berg"? Der Kreuzberg fasziniert Besucher seit Jahrhunderten, auch einen der Bewohner im Seniorenheim St. Maria. Sein großer Wunsch: Ein Ausflug auf den Kreuzberg.HW Hr. Schneider St. Maria_Bild 2

Mit dem Transportunternehmen Carfeeling GmbH konnte kurzfristig und unbürokratisch eine Sonderfahrt mit einem speziellen Fahrzeug organisiert werden. Und dann war es so weit. Bestens vorbereitet und begleitet von zwei Mitarbeitern des Hauses St. Maria startete der Senior in den lang ersehnten Tag. Zu erleben gab es viel: Klosterkirche, Pilgergruppen und nicht zu vergessen die Klosterschänke. Kurzum - ein Tag, der alle Sinne angesprochen hat. Zur Erinnerung wurde eine Flasche des urigem Klosterbiers eingepackt. 











Herzenswünsche als PilotprojektHerz aus Herzenswünsche-Logo                                                                                                         
Das Seniorenheim Hueberspflege im "Herzenswunschfieber"  

2016 wendete sich die Stiftung mit der Idee eines Pilotprojektes an die Einrichtung Hueberspflege. Hier leben bis zu neunzig alte Menschen in deren Alltag Pflege eine bestimmende Rolle einnimmt.
Ziel war es, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit haben sollten, in die Herzenswunschaktion mit einbezogen zu werden. Am Ende der Befragung freute sich das Projektteam über die rege Teilnahme.Jetzt galt es 55 Herzenswünsche in die Tat umzusetzen.                                                                                                                                              

Welche Wünsche werden unsere Bewohnerinnen und Bewohner äußern?                                         
Diese spannende Frage beantworteten die Senioren mit großer Offenheit in individuellen biographieorientierten Einzelinterviews, bei denen viele Erinnerungen sehr lebendig wurden. In der Zusammenschau ergaben die Gesprächsergebnisse einen bunten "Wünschestrauß". Eng verbunden mit persönlichen Vorlieben und der aktuellen Lebenssituation ließen sich die Interessen unserer Bewohner den Kategorien Gesundheit, Genuss, Persönliches, Kunst und Kultur sowie Ausflüge zuordnen.

Herzenswünsche bewähren sich als "Türöffner"                                                                                                      
Kontakt zwischen Heimbewohnern und Außenwelt

Ein wesentlicher Aspekt war es, das Projekt in der Öffentlichkeit publik zu machen.Ganz gezielt sollten Helferinnen und Helfern für eine aktive Mitarbeit gewonnen werden, um Außenstehende und pflegebedürftige Senioren ganz selbstverständlich miteinander in Kontakt zu bringen.
Ein erster Schritt bestand darin, das Projekt in der lokalen Presse vorzustellen. In der Main-Post erschien ein informativer und empathischer Bericht der Journalistin Pat Christ. Die Resonanz in der Öffentlichkeit war überwältigend. Es erreichte uns eine Vielzahl von Hilfsangeboten und Unterstützungsbekundungen, darunter Personen die spontan ihre Bereitschaft äußerten, sich aktiv einzubringen.

Den Artikel der Main-Post finden Sie hier 

Herzenswünsche die bewegen  
Und Bewegung kam nun im wahrsten Sinn des Wortes in das Projekt, denn 55 Herzenswünsche warteten darauf erfüllt werden! Im Projektteam wurden die Aktivitäten geplant und koordiniert. Im Einzelfall waren rechtliche und medizinisch/pflegerische Fragen im Vorfeld zu klären. Eine besondere Aufgabe lag darin, Ehrenamtliche und Bewohner zusammen zu bringen und dabei selbständiges Tun einerseits und die notwendige Unterstützung andererseits auszuloten. Darüber hinaus entstand im Verlauf des Projektes ein wichtiges Netzwerk sowohl innerhalb als auch außerhalb des Bürgerspitals, mit dem es möglich wurde, Lösungen für besondere Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen.  
 
Möchten Sie mitkommen auf die Reise zu einer Auswahl der unterschiedlichsten? Dann klicken Sie bitte hier

Das Pilotprojekt ist abgeschlossen, die Idee der Herzenswünsche geht weiter...                          
Eine große Einsatzfreude und hohe Flexibilität aller Beteiligten ermöglichte durchwegs sehr positive Erfahrungen und emotionale Erlebnisse. Viele neue Kontakte und menschliche Begegnungen entstanden und brachten eine willkommene Abwechslung in den Alltag sowohl bei den Senioren wie bei den Ehhrenamtlichen.                                                                               
Eine der Grundvoraussetzungen für das gute Gelingen war die intensive Zusammenarbeit in einem Team, das sich eigens für das Vorhaben Herzenswünsche gebildet hatte.  2018 konnte das Projektteam nach dem erfolgreichen Abschluss zufrieden auf ein bewegtes Projekt zurückschauen:

5 projekte-Bild Projektteam
von links: Sabine Förster (Direktionsassistentin Stiftung Bürgerspital zum Hl. Geist) Aranka Greff (Pflegedienstleiterin Hueberspflege), Marcus Krappitz (Einrichtungsleiter Hueberspflege), Rainer Herleth (Kuratoriumsvorsitzender Vida Digna), Doris Jäger-Herleth (Sozialgerontologin, Vida Digna)    

Können Sie sich vorstellen, unser Projekt mit persönlichen Engagement oder finanziell zu unterstützen? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. Rufen Sie uns gerne direkt unter Tel. 0931 3503-101 an oder senden Sie eine E-Mail an s.foerster@buergerspital.de. Sie dürfen auch das folgende Kontaktformular ausfüllen und direkt an uns senden:

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